Die Entwicklung und -- falls möglich -- Implementierung eines Transaktionskonzeptes für ConceptBase ist das Ziel dieser Diplomarbeit. Das Transaktionskonzept soll eine koordinierte, gleichzeitige Benutzung der Wissensbank durch mehrere Benutzer ermöglichen. Insbesondere müssen Konflikte, die durch die konkurrierende Bearbeitung des gleichen oder zusammenhängender Objekte entstehen, verhindert oder erkannt und behoben werden. Zudem werden durch Transaktionen inkonsistente Zwischenzustände zwischen TELL-/UNTELL-Operationen, die bisher jeweils als eine Transaktion gelten, ermöglicht.
Berücksichtigt werden muß das Hauptanwendungsgebiet von ConceptBase : die Bereitstellung eines Wissensspeichers für Entwurfsumgebungen. Hieraus leitet sich die Forderung nach der Unterstützung langer Transaktionen ab. Um der hohen Systembelastung bei großer Nutzerzahl gerecht werden zu können, sollten Transaktionen parallel -- auf Rechnern mit SMP (Symmetric Multi Processor) sogar echt parallel -- abgearbeitet werden können.
Die Implementierung des Konzepts soll auf dem von Hubertus Pützer [Püt92] in C0.42mm ++ entwickelten Objektspeicher beruhen, der die bisherige Verwaltung der Daten als ProLog--Fakten ablöst.
Um die Aufgabe zu begrenzen, wird die eigentlich zu einem Transaktionskonzept zu leistende Bereitstellung von Typ 2- bis Typ 4-Recovery nur insofern beachtet, daß sie nicht völlig unmöglich gemacht werden sollte.