Während das Konzept der relationalen Datenbank nach seiner Entwicklung im
Jahre 1970 [Cod70] relativ schnell kommerzielle Verbreitung fand, haben
deduktive Datenbanken, obwohl bereits in den späten 70er Jahren erstmals
entworfen [GM78],
bisher lediglich auf dem wissenschaftlichen Sektor eine
größere Bedeutung gewonnen.
Deduktive Datenbanken -- also die Verknüpfung logischer
Ableitungsfähigkeiten mit der Verwaltung größerer Datenmengen durch ein
DBMS -- eignen sich durch ihre deklarative, logikorientierte
Anfragesprache gut für
Anwendungen, die Ad--hoc--Anfragen oder transitive Hüllen benötigen.
Ihre Verbreitung leidet aber unter der vergleichsweise geringen Anzahl
passender Applikationen und den teilweise hohen Anforderungen an die
Systemressourcen.
Auch die Integration von Systemteilen, die im relationalen Modell bereits gut
verstanden werden -- wie z.B. einer Transaktionsverwaltung, ist bei
deduktiven Datenbanken noch relativ erfolglos gewesen.
ConceptBase
[JEG
93,Jar92] ist ein Wissensbankverwaltungssystem, das am Lehrstuhl Jarke in
Passau und Aachen entwickelt wurde. Es beruht auf der Kombination einer
deduktiven DB mit objektorientierten Konzepten. Obwohl mit Hilfe von
ConceptBase
bereits seit längerem Mehrbenutzeranwendungen z.B. im Bereich
Gruppenorientierte Designumgebungen (CoAUTHOR[JS93], DAIDA[Jar93]) entwickelt wurden,
fehlte bisher ein nennenswertes Transaktionskonzept, um die Interaktionen der
Benutzer auf eine sichere Basis zu stellen.