In ConceptBase
wurde die von einigen Forschern für unmöglich [Ull91] bzw. nicht
wünschenswert (F.Bancilhon in [BBH
89])
erklärte Kombination von deduktiven und
objektorientierten Datenbankkonzepten zumindest teilweise verwirklicht.
Erreicht wird dies durch den Aufsatz eines
objektorientierten Datenmodells auf ein grundsätzlich deduktives System.
Objektorientiertheit zeigt sich in zwei Ebenen. Zum einen besitzt
jede ``Proposition`` (die kleinste Speichereinheit; vgl. übernächster Abschnitt)
einen eindeutigen Identifikator. Zum anderen sind durch verschiedene Axiome
([JEG
93])
über den Propositionen Klassifikation, Aggregation und Generalisierung
definiert. Hierbei wird die Klassenhierarchie in gleicher Weise auf
Propositionen abgebildet, wie die Instanzen, so daß Änderungen der
Klassenhierarchie (und damit des DB--Schemas) zur Laufzeit leicht möglich sind.
Die durch diese Struktur erzeugten Objekte
können
vom Benutzer entweder grafisch oder in einer 'Frame'--Schreibweise sichtbar gemacht werden. Ein Frame repräsentiert ein Objekt sowie die ihm zugeordneten Attribute und Regeln.
Im Gegensatz zu einer vollständigen Objektorientierung fehlen aber Datenkapselung und Methoden. Objekte sind also nur ,,bessere Strukturen``, da der Zugriff auf die einzelnen Attribute unbeschränkt ist. Auch können die vorhandenen Mechanismen zur Integration von Regeln als Attribute oder eigene Klassen die Mächtigkeit eines Methodenkonzepts nicht erreichen.